HISTORIE


Was bisher entstand:

 

Konvergenz entstand auf mehreren Ebenen gleichzeitig und wurde erst im Nachhinein von den Beteiligten durch eine bewusste Zusammenschau sehr verschiedener Aktivitäten als ein Ganzes erkannt und dann 1996 als Bildungsverein gegründet. Da gab es die Salonabende, an denen sich regelmäßig Menschen aus verschiedenen Zusammenhängen (Ärzte, Psychotherapeuten, Veteranen der Gemeinschaftsbewegung, Theatermacher, Schamanen, Pädagogen, Theologen und weitere sprirituell, rituell, ökologisch oder politisch Interessierte) trafen und Gott und die Welt im Innersten zu verstehen suchten, ohne ihre Erkenntnisprozesse durch allzu schnelle praktische Vernutzungszwänge wieder einebnen zu müssen.


Da gab es aber auch eine mehrjährige Ritualforschungsgruppe, die sowohl die jahreszeitlichen als auch individuelle, lebensgeschichtliche Übergänge in reicher praktischer Arbeit und im Kontext verschiedener Traditionen ausgeleuchtet und erprobt hatte. Hinzu kamen auch jene, die die rituelle und energetische Arbeit pur (also ohne Theoriebezug zu traditionellen Wegen) sowie deren gemeinschaftsspendende Wirkung in der Theaterarbeit erfahren hatten.

 

Einige aus den genannten Kreisen waren dazu übergegangen, zusammen zu wandern und zu reisen. Naturerfahrung, Gemeinschaft auf Zeit, der zunehmende Wunsch nach stressfreier Kommunikation, nach geist- und humorvoller Begegnung... all dies war schon gewissermaßen kultiviert, als dann auch noch die ersten Schriften zur Tiefenökologie von uns wahrgenommen wurden. Die reichen Begegnungen dieser Zeit befruchteten die Arbeit von vielen Mitgliedern.


Als konsequente Weiterentwicklung der verschiedenen Erfahrungsstränge ist dann unter dem Dach von Konvergenz auch die Vision und das Konzept von "Sommerland" enstanden. Die Entwicklung einer matriarchalen und tiefenökologischen Gemeinschaftssiedlung wurde nicht nur als Vorbereitung für ein konkretes Projekt, sondern auch als großes Thema im Kontext mit sozialen und politischen Fragen um nachhaltige Gesellschaftsgestaltung überhaupt behandelt.

 

Nach ihrer Konstituierung als Bildungsverein ist die Konvergenz-Gesellschaft dazu übergegangen, die Erfahrungsschätze und das Know-How der geschilderten Kreise zu sammeln und aus ihnen ein Seminarprogramm zu entwickeln. Seit 2001 bieten wir Vorträge und Gesprächsabende zu Themen an wie Matriarchatsforschung, Patriarchatskritik, Gemeinschaftsentwicklung und integrale Tiefenökologie. Ergänzt durch spezielle Ausflüge in Kulturgeschichte, Naturreligionen und rituelle Dimensionen in der Moderne, Anthropologie und Sozialökologie, Bewusstseinsentwicklung, Salutogenese und Soziotherapie, Spiritualität und Politik, humane Wirtschaft und ganzheitliche Regionalentwicklung.


Die mehr praktisch ausgelegten Erfahrungsbereiche wie theatrale Tiefenarbeit, rituelles Spiel, Gestaltung von persönlichen und jahreszeitlichen Übergängen, Naturerfahrung, Selbsterfahrung im künstlerischen- und Gemeinschaftsprozess etc. bieten wir in Form von Wochenendseminaren und Gemeinschaftsreisen an. Eine Art Königsweg stellt das daraus entwickelte Konvergenz-Training dar, ein praktischer und theoretischer Kompetenzaufbau für alle, die sich im naturpädagogischen, soziotherapeutischen oder tiefenökologischen Feld professionalisieren wollen. Im Zentrum dieser Ausbildung steht der schöpferische Prozess als authentischer Kern von Heilung. Wir beleuchten künstlerische und schamanische Wege zu wachsender Mitverantwortung für gesellschaftliche Prozesse und die uns tragenden Biosysteme.

Seit 2001 sind wir Mitglied im Holon-Netzwerk und waren zehn Jahre lang maßgeblich an der Gestaltung der Sommertagungen sowie der beiden Kongresse für integrale Politik beteiligt. Um unsere Arbeit in größere Zusammenhänge zu stellen, haben wir die Kooperation mit verschiedenen Kräften der Demokratiereformbewegung gesucht, unsere Erfahrungen und Erkenntnisse dort in den Prozess der Entwicklung der "Charta für ein Europa der Regionen" eingebracht und sind mitlerweile in diesem Zusammenhang auch an der Veranstaltung der halbjährlichen "Demokratiekonferenzen" und der Vorbereitung eines  "Kongresses für eine europäische Föderation der Regionen" beteiligt.